Das Byzantinische Reich entstand, als das Römische Reich im Jahre 285 von Diokletian in zwei Teile gespalten wurde. Dank großer Führer wie Konstantin und Justinian gedieh Byzanz und gewann an Macht, durchlitt aber, wie alle großen Reiche, viele Umwälzungen und Niederlagen, bis es im Jahre 1453 schließlich zerfiel. Über eintausend Jahre lang bekämpften die Byzantiner viele Feinde, darunter die Slawen, die Bulgaren, die Rus und insbesondere die islamischen Armeen aus dem Osten. Die Armee des vierten Kreuzzuges durchbrach im Jahre 1204 die Hafenmauern, aber letzten Endes waren es die Turkmenen, welche die mächtigen Festungsmauern einrissen und in die Stadt einfielen. Militärisch übernahmen die Byzantiner das Themensystem, um ihre Gebiete zu schützen. Dieses System unterteilte das Reich in befestigte Provinzen, die so genannten Themen. Die Themen waren militärisch und administrativ unabhängig, wurden aber bei Bedarf durch die byzantinische Hauptarmee, die Tagmata, unterstützt. Diese war in der Gegend um Konstantinopel stationiert, dem kulturellen und wirtschaftlichen Zentrum des Reiches.