Die Franken entstanden als Bündnis germanischer Stämme, die nach dem Zusammenbruch des römischen Reiches im 5. Jahrhundert dessen ehemalige Gebiete besiedelten. Die königliche Dynastie der Merowinger entstand und herrschte im frühen 7. Jahrhundert über weite Teile des heutigen Frankreichs und des westlichen Deutschlands. Im Jahre 751 entthronte Pippin der Jüngere den letzten merowingischen König und etablierte die Karolinger als das neue fränkische Herrschergeschlecht. Ihr berühmtester Herrscher war Karl der Große (Charlemagne), der zum Kaiser gekrönt wurde, nachdem er den Großteil Westeuropas erobert und geeint hatte. Er legte damit den Grundstein für die so genannte karolingische Renaissance, die dem Frankenreich schließlich in den folgenden Jahrhunderten die Vormachtstellung in Westeuropa sicherte. Im Jahre 987 wurde Hugo Capet zum König von Frankreich gekrönt und begründete die Dynastie der Kapetinger, eine der langanhaltendsten Adelsdynastien Frankreichs, die bis ins Jahr 1314 die Geschicke des Königreichs lenkte.