Im Jahre 988 konvertierte Prinz Wladimir der Große von Nowgorod und Kiew zum Christentum. Obwohl seine Bekehrung dazu diente, eine byzantinische Prinzessin zu heiraten, nahm der einst stolze und wilde Heide die neue Religion begeistert an. Schonungslos riss er die heidnischen Symbole und Kultstätten seines Königreichs nieder und errichtete stattdessen zahlreiche Kirchen. Es überrascht nicht, dass in der Folge viele Kiewer Rus ebenfalls zum neuen Glauben konvertierten. Wladimir und seine Familie führten zahlreiche Kriege gegen Byzantiner, Kroaten, Petschenegen und sogar andere Rus, denn sein Ziel bestand darin, Kiew zur wichtigsten Stadt der Region zu machen. Während dieser Zeit nahmen berittene Gefolgsleute des Prinzen den Platz der Varjazi im Kern der Armeen der Rus ein. Zu Fuß in die Schlacht ziehende Milizen unterstützten die berittene Elite. Sie kämpften im Schildwall oder waren mit Bögen bewaffnet. Auch berittene Bogenschützen, die sich aus den Rängen der Steppennomaden rekrutierten, waren in diesen Armeen ein häufiger Anblick und kamen sogar gegen ihre eigenen Brüder zum Einsatz.